Das GPK-Modell (Grenzplankostenrechnung) ist ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Kostenrechnung und Kostenkontrolle. Es wurde in den 1950er Jahren in Deutschland entwickelt und ist besonders in der Industrie weit verbreitet. Das Modell basiert auf der Unterscheidung zwischen fixen und variablen Kosten und zielt darauf ab, die Kostenstellen eines Unternehmens möglichst genau zu überwachen und zu steuern. Die wesentlichen Merkmale des GPK-Modells sind: 1. **Kostenstellenrechnung**: Die Kosten werden auf einzelne Kostenstellen verteilt, um eine detaillierte Kontrolle und Steuerung zu ermöglichen. 2. **Trennung von fixen und variablen Kosten**: Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge konstant, während variable Kosten mit der Produktionsmenge variieren. 3. **Plankostenrechnung**: Es werden Soll-Kosten (Plankosten) für eine bestimmte Produktionsmenge festgelegt, die dann mit den Ist-Kosten verglichen werden. 4. **Abweichungsanalyse**: Durch den Vergleich von Soll- und Ist-Kosten können Abweichungen identifiziert und analysiert werden, um Maßnahmen zur Kostenkontrolle zu ergreifen. Das GPK-Modell hilft Unternehmen, ihre Kostenstruktur besser zu verstehen und effizienter zu steuern, indem es eine detaillierte und differenzierte Betrachtung der Kosten ermöglicht.