Ist der Ausdruck 'Erziehung war tolerant – ohne Grenzen' fachlich korrekt, oder ist 'flexibel' besser?

Antwort vom

Der Ausdruck „Erziehung war tolerant – ohne Grenzen“ ist fachlich problematisch, da „tolerant“ im pädagogischen Kontext meist eine positive Offenheit und Akzeptanz meint, aber nicht das Fehlen von Grenzen. Grenzen sind ein wichtiger Bestandteil jeder Erziehung, auch einer toleranten. Wenn du ausdrücken möchtest, dass die Erziehung zu nachgiebig oder zu wenig konsequent war, wäre „grenzenlos“ oder „zu nachgiebig“ treffender. „Flexible“ bedeutet anpassungsfähig und ist ebenfalls nicht gleichbedeutend mit „ohne Grenzen“. Eine fachlich korrekte Formulierung könnte lauten: - „Die Erziehung war zu nachgiebig und setzte kaum Grenzen.“ - „Die Erziehung war zu tolerant, sodass klare Grenzen fehlten.“ - „Die Erziehung war grenzenlos tolerant.“ „Tolerant – ohne Grenzen“ ist also nicht ganz korrekt, da Toleranz nicht das Fehlen von Grenzen bedeutet. „Flexible“ passt ebenfalls nicht, wenn du das Fehlen von Regeln oder Konsequenz ausdrücken möchtest.