Ein Kommunikationsplan für einen interkulturellen Elternabend in einer Kita sollte folgende Schritte und Elemente enthalten: **1. Zielsetzung klären:** - Ziel: Austausch und Verständnis zwischen Eltern unterschiedlicher Kulturen fördern, Informationen zur Kita-Arbeit vermitteln, Raum für Fragen und Anregungen bieten. **2. Einladung und Information:** - Einladung in mehreren Sprachen verfassen (je nach Elternschaft). - Persönliche Ansprache, ggf. über Dolmetscher oder Elternvertreter. - Informationen zum Ablauf und Ziel des Abends klar kommunizieren. **3. Ablauf des Elternabends:** **a) Begrüßung und Einführung** - Begrüßung durch die Kita-Leitung, evtl. in mehreren Sprachen oder mit Dolmetscher. - Kurze Vorstellung des Teams und der anwesenden Eltern. **b) Interkulturelles Warm-up** - Kleine Vorstellungsrunde, z.B. mit einer Weltkarte, auf der Eltern ihre Herkunft markieren. - Gemeinsames Spiel oder Eisbrecher, das kulturelle Vielfalt thematisiert. **c) Informationsteil** - Vorstellung der pädagogischen Arbeit, Tagesablauf, Feste und Rituale. - Besonderheiten im Umgang mit Mehrsprachigkeit und kulturellen Unterschieden. - Visualisierung durch Bilder, Plakate oder kurze Videos. **d) Austausch und Beteiligung** - Kleingruppenarbeit zu bestimmten Themen (z.B. „Was ist mir in der Erziehung wichtig?“). - Offene Fragerunde, ggf. mit Unterstützung von Dolmetschern. - Sammlung von Anregungen und Wünschen der Eltern. **e) Abschluss** - Zusammenfassung der Ergebnisse. - Ausblick auf weitere Treffen oder Projekte. - Gemeinsames interkulturelles Buffet oder Snack (jeder bringt etwas mit). **4. Nachbereitung:** - Protokoll oder Zusammenfassung in mehreren Sprachen verteilen. - Feedback der Eltern einholen. - Ergebnisse und Anregungen in die weitere Arbeit einfließen lassen. **5. Kommunikationskanäle:** - Aushänge in der Kita (mehrsprachig). - E-Mail/Eltern-App/WhatsApp-Gruppen (datenschutzkonform). - Persönliche Gespräche beim Bringen/Abholen. **6. Besonderheiten beachten:** - Sensibilität für unterschiedliche Kommunikationsstile und kulturelle Gepflogenheiten. - Offenheit und Wertschätzung für alle Kulturen zeigen. - Bei Bedarf professionelle Dolmetscher oder Sprachmittler einbinden. Ein solcher Plan sorgt für Transparenz, Beteiligung und ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe.