Alles über dialogisches Vorlesen im Kindergarten?

Antwort

Dialogisches Vorlesen ist eine interaktive Methode des Vorlesens, die besonders im Kindergarten eingesetzt wird, um die Sprachentwicklung und das Leseverständnis von Kindern zu fördern. Hier sind die wichtigsten Aspekte: 1. **Definition**: Dialogisches Vorlesen bedeutet, dass der Vorlesende (z.B. Erzieher oder Eltern) nicht nur den Text vorliest, sondern aktiv mit dem Kind ins Gespräch kommt. Es wird ein Dialog zwischen dem Vorlesenden und dem Kind geschaffen. 2. **Ziele**: Die Methode zielt darauf ab, die Sprachkompetenz, das Textverständnis und die Freude am Lesen zu fördern. Kinder sollen ermutigt werden, Fragen zu stellen, eigene Gedanken zu äußern und sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. 3. **Durchführung**: - **Buchauswahl**: Es sollten Bilderbücher gewählt werden, die ansprechend und altersgerecht sind. - **Interaktion**: Während des Vorlesens werden gezielte Fragen gestellt, um das Kind zum Sprechen zu animieren. Beispiele sind: „Was denkst du, passiert als Nächstes?“ oder „Wie fühlt sich die Figur?“. - **Wiederholung**: Geschichten können mehrmals vorgelesen werden, um das Verständnis zu vertiefen und die Kinder dazu zu bringen, sich aktiv einzubringen. 4. **Vorteile**: - Fördert die Sprachentwicklung und den Wortschatz. - Stärkt das Textverständnis und die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. - Unterstützt die soziale Interaktion und das Zuhören. - Erhöht die Lesemotivation und das Interesse an Büchern. 5. **Rolle der Erzieher**: Erzieher sollten geschult sein, um die Technik des dialogischen Vorlesens effektiv anzuwenden. Sie sollten sensibel auf die Reaktionen der Kinder eingehen und den Dialog anregen. 6. **Forschung**: Studien zeigen, dass dialogisches Vorlesen positive Effekte auf die Sprachentwicklung hat, insbesondere bei Kindern aus bildungsfernen Familien. Insgesamt ist dialogisches Vorlesen eine wertvolle Methode, um die frühkindliche Bildung zu unterstützen und die Liebe zu Geschichten und Büchern zu fördern.

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