Eine Abiturnote von 0,8 ist in Deutschland tatsächlich möglich, wenn auch extrem selten. Das liegt daran, dass die Abiturnote nach einem Punktesystem berechnet wird, bei dem die bestmögliche Note 1,0 ist. Durch Zusatzleistungen, wie zum Beispiel das Einbringen von mehr als der vorgeschriebenen Anzahl an Kursen mit sehr guten Noten oder durch das Belegen von Zusatzkursen, kann die Durchschnittsnote rechnerisch unter 1,0 sinken. Allerdings wird die Note offiziell meist auf 1,0 "gedeckelt", das heißt, auf dem Abiturzeugnis steht dann maximal 1,0, auch wenn rechnerisch ein besserer Wert erreicht wurde. In manchen Bundesländern oder bei bestimmten Berechnungsmodellen kann es aber vorkommen, dass die Note mit einer Nachkommastelle unter 1,0 ausgewiesen wird, zum Beispiel 0,8. Das ist dann ein rechnerischer Wert, der durch die Umrechnung der erreichten Punktzahl auf die Notenskala entsteht. Zusammengefasst: Eine Abiturnote von 0,8 ist rechnerisch möglich, wenn jemand nahezu ausschließlich die Höchstpunktzahl (15 Punkte) in allen relevanten Fächern erreicht und eventuell Zusatzleistungen einbringt. Offiziell wird aber meist nur bis 1,0 ausgewiesen. Weitere Informationen zum Abitursystem findest du zum Beispiel auf [Wikipedia: Abitur in Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Abitur_in_Deutschland).