Ist der Personalengpass im Erzieherberuf vorbei und wird die Stellensuche schwieriger?

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**Nein: Der Personalengpass im Erzieherberuf ist in Deutschland nicht vorbei, und eine Stelle zu finden ist insgesamt weiter eher leicht als schwierig.** Es gibt mehr Personal und mehr Auszubildende als früher, aber der Mangel ist strukturell weiter da – vor allem wegen hoher Nachfrage, Teilzeit, Ausfällen und regionalen Unterschieden. ([fachkraeftebarometer.de](https://www.fachkraeftebarometer.de/fileadmin/Redaktion/FKB_2025/Publikation/WiFF_FKB_2025.pdf)) ## Was sich tatsächlich verändert hat Die Lage hat sich **nicht entspannt, sondern nur etwas verschoben**: Es kommen weiterhin viele Fachkräfte nach, aber der starke Zuwachs der Ausbildung hat zuletzt nachgelassen. 2023/24 begannen bundesweit 39.817 Personen eine Erzieherausbildung; das ist zwar mehr als 2014/15, aber weniger als in den Spitzenjahren 2020/21 und 2021/22. Das spricht gegen „Entwarnung“. ([fachkraeftebarometer.de](https://www.fachkraeftebarometer.de/laenderdaten/ausbildung/erzieherinnen-und-erzieherausbildung)) Gleichzeitig ist das Personal in Kitas weiter gewachsen: Laut Fachkräftebarometer stieg die Zahl der Erzieher:innen in Kitas von 460.702 im Jahr 2022 auf 482.762 im Jahr 2024. Mehr Personal heißt aber nicht automatisch genug Personal, weil auch Betreuungsbedarf, Qualitätsanforderungen und Vertretungsbedarf hoch bleiben. ([fachkraeftebarometer.de](https://www.fachkraeftebarometer.de/fileadmin/Redaktion/FKB_2025/Publikation/WiFF_FKB_2025.pdf)) ## Wird Stellensuche jetzt schwieriger **Im Regelfall nein.** Die Bundesagentur für Arbeit listet aktuell bundesweit viele offene Stellen für Erzieher – zuletzt über 14.000 in der Jobsuche. Das ist kein Zeichen eines „vollen“ Arbeitsmarkts, sondern weiter eines aufnahmefähigen Markts. ([arbeitsagentur.de](https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/suche?angebotsart=1&was=Erzieher)) Schwieriger kann es trotzdem in **bestimmten Nischen** werden: etwa wenn du nur eine sehr kleine Region willst, nur eine bestimmte Einrichtung, nur feste Frühschicht-freie Zeiten oder nur eine besonders gut bezahlte Stelle. Dann ist nicht der Beruf gesättigt, sondern deine Auswahl enger. Das ist der entscheidende Unterschied, den viele übersehen. ## Der wichtigste Punkt für die Praxis Für Bewerber gilt derzeit eher: **Nicht ob du etwas findest, sondern wie gut die Stelle zu dir passt.** Der Engpass ist also nicht weg, aber der Markt wird selektiver bei Wunschbedingungen, Spezialisierungen und regionalen Lagen. Ein wenig beachteter Punkt: Selbst wenn mehr Menschen ausgebildet werden, verschärfen schlechte Arbeitsbedingungen den Mangel wieder, weil Fachkräfte den Bereich verlassen. Genau das wird auch für Engpassberufe insgesamt als Problem beschrieben. ([bertelsmann-stiftung.de](https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/pflege-handwerk-it-weil-beschaeftigte-sich-abwenden-verschaerft-sich-der-fachkraeftemangel)) ## Klare Einordnung Wenn du staatlich anerkannte:r Erzieher:in bist, sind die Chancen **weiter gut bis sehr gut**. Schwieriger wird es eher für Personen ohne volle Anerkennung, mit stark eingeschränkter Ortswahl oder wenn sie Bedingungen suchen, die nur wenige Träger bieten. Die kurze Antwort lautet deshalb: **Der Engpass ist nicht vorbei – nur die Zeit, in der praktisch jede Stelle sofort perfekt passte, ist je nach Region etwas weniger selbstverständlich geworden.** ([fachkraeftebarometer.de](https://www.fachkraeftebarometer.de/fileadmin/Redaktion/FKB_2025/Publikation/WiFF_FKB_2025.pdf))

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