Was sind Eigenbetriebe und Regiebetriebe?

Antwort

Eigenbetriebe und Regiebetriebe sind Organisationsformen öffentlicher Unternehmen, insbesondere im kommunalen Bereich. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Selbstständigkeit: **Eigenbetrieb:** - Ein Eigenbetrieb ist eine rechtlich unselbstständige, aber wirtschaftlich selbstständige Einrichtung einer Kommune (z. B. Stadtwerke, Abfallwirtschaft). - Er hat keine eigene Rechtspersönlichkeit, wird aber wie ein Unternehmen geführt. - Eigenbetriebe haben eine eigene Wirtschaftsführung und Rechnungslegung, getrennt vom Haushalt der Kommune. - Sie werden meist durch eine Betriebsleitung geführt und unterliegen der Kontrolle eines Werkausschusses. - Rechtsgrundlage ist in Deutschland meist das Eigenbetriebsgesetz des jeweiligen Bundeslandes. **Regiebetrieb:** - Ein Regiebetrieb ist eine organisatorisch abgetrennte, aber weder rechtlich noch wirtschaftlich selbstständige Einrichtung einer Kommune. - Er ist vollständig in die Verwaltung der Kommune eingegliedert und Teil des kommunalen Haushalts. - Die Leitung erfolgt durch die Verwaltung, oft durch einen Amtsleiter. - Typische Beispiele sind Bauhöfe oder Schwimmbäder. **Zusammengefasst:** - **Eigenbetrieb:** wirtschaftlich selbstständig, eigene Buchführung, aber keine eigene Rechtspersönlichkeit. - **Regiebetrieb:** organisatorisch abgetrennt, aber vollständig in die Verwaltung und den Haushalt der Kommune integriert. Weitere Informationen findest du z. B. bei [Kommunallexikon](https://www.kommunallexikon.de/).

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