Was sind die Ursachen einer geringen Säurekapazität im Badewasser?

Antwort

Eine geringe Säurekapazität (auch Alkalinität oder Karbonathärte genannt) im Badewasser bedeutet, dass das Wasser nur wenig in der Lage ist, Säuren zu neutralisieren und den pH-Wert stabil zu halten. Die wichtigsten Ursachen für eine geringe Säurekapazität im Badewasser sind: 1. **Weiches Füllwasser:** Wird das Becken mit sehr weichem, also mineralarmem Wasser (niedrige Karbonathärte) befüllt, ist die Säurekapazität von Anfang an gering. 2. **Häufiger Wasserwechsel:** Durch häufiges Nachfüllen mit weichem Wasser oder Regenwasser kann die Säurekapazität sinken. 3. **Starke Verdünnung:** Viel Regen oder das Nachfüllen mit entmineralisiertem Wasser (z.B. Osmosewasser) senkt die Karbonathärte. 4. **Übermäßiger Einsatz von Säuren:** Die Zugabe von pH-Senkern (z.B. Salzsäure, Schwefelsäure) zur Korrektur des pH-Werts kann die Karbonathärte verringern. 5. **Biologische Prozesse:** Abbau organischer Stoffe (z.B. Laub, Algen) kann Säuren freisetzen und so die Säurekapazität reduzieren. **Folgen:** Eine zu geringe Säurekapazität führt zu starken pH-Wert-Schwankungen, was die Wasserpflege erschwert und Materialschäden (z.B. an Metallteilen oder Fugen) begünstigen kann. **Abhilfe:** Die Säurekapazität kann durch Zugabe von Natriumhydrogencarbonat (Natriumbikarbonat) oder speziellen Alkalinitätshebern erhöht werden. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Bayrol](https://www.bayrol.de/wasserpflege/grundlagen/saeurekapazitaet-alkalinitat) oder [Poolpowershop](https://www.poolpowershop.de/poolwissen/saeurekapazitaet-alkalinitat).

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