Die Luger-Pistole, offiziell als Pistole Parabellum oder P08 bekannt, war eine der bekanntesten Pistolen des 20. Jahrhunderts. Hier sind ihre wichtigsten Vor- und Nachteile sowie Angaben zur Einsatzdauer: **Vorteile:** - **Präzision:** Die Luger war für ihre hohe Schussgenauigkeit bekannt. - **Ergonomie:** Der Griffwinkel war sehr angenehm, was das Zielen erleichterte. - **Innovatives Design:** Das Kniegelenkverschluss-System war technisch fortschrittlich und sorgte für eine zuverlässige Funktion (bei sauberer Waffe). - **Symbolwert:** Sie wurde zu einem Symbol der deutschen Streitkräfte und war auch bei Sammlern sehr beliebt. **Nachteile:** - **Empfindlichkeit:** Die Mechanik war relativ empfindlich gegenüber Schmutz und schlechter Wartung, was im Feldeinsatz problematisch sein konnte. - **Komplexität:** Die Herstellung war aufwendig und teuer, da viele Teile präzise gefertigt werden mussten. - **Magazinkapazität:** Mit 8 Schuss war das Magazin im Vergleich zu späteren Pistolen eher klein. - **Störanfälligkeit:** Bei schlechter Munition oder Verschmutzung kam es häufiger zu Ladehemmungen. **Einsatzdauer:** - Die Luger wurde ab 1900 eingeführt und ab 1908 als Standardpistole der deutschen Armee verwendet. - Sie blieb bis 1938 die reguläre Dienstpistole der Wehrmacht, wurde dann schrittweise durch die Walther P38 ersetzt. - Im Zweiten Weltkrieg war sie weiterhin im Einsatz, vor allem bei Offizieren und als Beutewaffe. - Nach 1945 wurde sie noch vereinzelt von Polizei- und Militärkräften genutzt, verschwand aber zunehmend aus dem aktiven Dienst. **Zusammengefasst:** Die Luger war von etwa 1900 bis in die 1940er Jahre hinein eine der wichtigsten Dienstpistolen Deutschlands und wurde insgesamt rund 40 Jahre lang militärisch genutzt.