Wie funktioniert das Taubenhaus nach dem Augsburger Modell?

Antwort

Ein Taubenhaus nach dem Augsburger Modell ist eine spezielle Form der Taubenhaltung, die vor allem zur tierschutzgerechten Regulierung von Stadttaubenpopulationen eingesetzt wird. Das Konzept wurde in Augsburg entwickelt und hat sich in vielen deutschen Städten etabliert. **Funktionsweise:** 1. **Errichtung eines Taubenhauses:** Es wird ein betreutes Taubenhaus (oft auf Dächern oder an geeigneten Orten in der Stadt) errichtet, das den Tauben als Nist- und Schlafplatz dient. 2. **Anlocken der Tauben:** Die Tauben werden durch Futter und artgerechte Unterbringung angelockt. Sie gewöhnen sich an das Taubenhaus als festen Standort. 3. **Eiermanagement:** Die wichtigste Maßnahme ist das regelmäßige Austauschen oder Abkochen der gelegten Eier. Die Tauben legen ihre Eier in den Nistplätzen des Hauses. Die betreuenden Personen (meist Tierschutzvereine oder städtische Mitarbeiter) entnehmen die Eier regelmäßig und ersetzen sie durch Attrappen oder kochen sie ab. So wird verhindert, dass neue Tauben schlüpfen. 4. **Fütterung und Pflege:** Die Tauben werden im Haus gefüttert, was ihre Gesundheit fördert und sie davon abhält, in der Stadt nach Nahrung zu suchen. Gleichzeitig wird das Umfeld sauber gehalten, da der Kot im Haus gesammelt und entsorgt werden kann. 5. **Beitrag zum Tierschutz:** Das Modell ist tierschutzgerecht, da es die Population auf natürliche Weise reguliert, ohne die Tiere zu töten. Gleichzeitig wird das Stadtbild entlastet, da weniger Taubenkot auf öffentlichen Plätzen landet. **Ziel:** Das Augsburger Modell verfolgt das Ziel, die Stadttaubenpopulation langfristig und human zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Stadt Augsburg](https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/naturschutz/tierschutz/taubenmanagement) oder beim [Deutschen Tierschutzbund](https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/heimtiere/voegel/tauben/).

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