Wie funktioniert ein deckender Pigmentdruck?
Antwort vomEin **deckender Pigmentdruck** ist ein Textildruckverfahren, bei dem **farbige Pigmentpartikel** (unlösliche Farbstoffteilchen) **mit einem Bindemittel** auf der Oberfläche des Stoffes fixiert werden – so entsteht eine **opak/deckende** Farbschicht, die den Untergrund (z. B. dunkle Textilien) weitgehend überdeckt. So läuft das typischerweise ab: 1) **Druckpaste anmischen** Pigmente + **Binder (Bindemittel)** + ggf. **Verdicker**, **Weichmacher**, **Netzmittel** und bei dunklen Stoffen oft eine **weiße Unterdruck-/Deckschicht** (hoher Weißanteil/TiO₂) für maximale Opazität. 2) **Auftragen (Drucken)** Die Paste wird z. B. im **Siebdruck** oder als **digitaler Pigmentdruck** auf das Textil gebracht. „Deckend“ bedeutet: mehr Feststoff/Weißanteil, höhere Schichtdicke und/oder mehrfache Druckgänge. 3) **Trocknen** Wasser/Träger verdunstet, die Schicht „steht“ auf dem Gewebe. 4) **Fixieren (Aushärten)** Durch **Wärme** (z. B. Heißluft/Transferpresse) **vernetzt** der Binder zu einem Film und **klebt** die Pigmente dauerhaft an die Faseroberfläche. Die Wasch- und Abriebfestigkeit entsteht hauptsächlich durch diese Binder-Film-Bildung. Wichtige Merkmale: - **Sehr gut auf dunklen Stoffen**, weil die Schicht **opak** ist (oft mit Weiß-Unterdruck). - Pigmentdruck sitzt eher **auf** dem Stoff (Film), nicht „in“ der Faser → kann sich je nach Rezeptur **griffiger** anfühlen. - Haltbarkeit hängt stark von **Binder**, **Schichtdicke** und **korrekter Aushärtung** ab.