Eine MAC-Adresse (Media Access Control) und eine IP-Adresse (Internet Protocol) sind beide wichtige Identifikatoren in Netzwerken, haben jedoch unterschiedliche Funktionen und Eigenschaften. 1. **Definition**: - **MAC-Adresse**: Eine eindeutige Kennung, die jedem Netzwerkgerät zugewiesen wird. Sie wird auf der Hardwareebene (z.B. Netzwerkkarten) festgelegt und besteht aus 48 Bit, typischerweise in hexadezimaler Form dargestellt (z.B. 00:1A:2B:3C:4D:5E). - **IP-Adresse**: Eine logische Adresse, die einem Gerät in einem Netzwerk zugewiesen wird, um es im Internet oder in einem lokalen Netzwerk zu identifizieren. IP-Adressen können entweder IPv4 (32 Bit) oder IPv6 (128 Bit) sein. 2. **Ebenen**: - **MAC-Adresse**: Arbeitet auf der Data Link Layer (Schicht 2) des OSI-Modells. - **IP-Adresse**: Arbeitet auf der Network Layer (Schicht 3) des OSI-Modells. 3. **Zweck**: - **MAC-Adresse**: Dient der eindeutigen Identifizierung von Geräten innerhalb eines lokalen Netzwerks. - **IP-Adresse**: Ermöglicht die Kommunikation zwischen Geräten über Netzwerke hinweg, insbesondere im Internet. 4. **Änderbarkeit**: - **MAC-Adresse**: Ist in der Regel fest und kann nur durch Hardwareänderungen oder spezielle Softwaretools geändert werden. - **IP-Adresse**: Kann dynamisch zugewiesen werden (z.B. durch DHCP) und kann sich ändern, wenn sich das Netzwerk oder der Standort des Geräts ändert. 5. **Beispiel**: - **MAC-Adresse**: 00:1A:2B:3C:4D:5E - **IP-Adresse**: 192.168.1.1 (IPv4) oder 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334 (IPv6) Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die MAC-Adresse für die Identifikation innerhalb eines lokalen Netzwerks zuständig ist, während die IP-Adresse für die Kommunikation über Netzwerke hinweg verwendet wird.