Im Höhlengleichnis von Platon geht es darum, dass Menschen wie Gefangene in einer Höhle nur Schatten der Wirklichkeit sehen und die wahre Erkenntnis erst erlangen wenn sie die Höhle ver... [mehr]
In Platons Dialog "Menon" wird in den Abschnitten 85e bis 89e eine zentrale Diskussion über das Wesen der Tugend und das Lernen geführt. Menon fragt Sokrates, ob Tugend gelehrt werden kann oder ob sie angeboren ist. Sokrates antwortet, dass es wichtig ist, zuerst zu klären, was Tugend überhaupt ist, bevor man darüber diskutiert, ob sie gelehrt werden kann. In diesen Passagen wird auch das Konzept des Wissens und der Unwissenheit behandelt. Sokrates führt das Beispiel des Sklavenjungen an, um zu zeigen, dass Wissen nicht einfach durch Lehren vermittelt wird, sondern dass es in gewisser Weise im Individuum bereits vorhanden ist und durch Fragen und Anregungen hervorgebracht werden kann. Dies führt zu der Idee, dass Lernen eher ein Erinnern (Anamnesis) ist, als das Erwerben von neuem Wissen. Diese Abschnitte sind entscheidend für das Verständnis von Platons Auffassung von Wissen, Lernen und der Natur der Tugend.
Im Höhlengleichnis von Platon geht es darum, dass Menschen wie Gefangene in einer Höhle nur Schatten der Wirklichkeit sehen und die wahre Erkenntnis erst erlangen wenn sie die Höhle ver... [mehr]