Die reine Stimmung ist ein Tonsystem, bei dem Intervalle nach einfachen Zahlenverhältnissen gestimmt werden. Beispiele: Oktave = 2:1 Quinte = 3:2 Quarte = 4:3 große Terz = 5:4 Dadurch kli...
Wie lauten die physikalischen Schwingungsverhältnisse musikalischer Intervalle?
Antwort vomMusikalische Intervalle basieren auf bestimmten Frequenzverhältnissen zwischen zwei Tönen. Diese Verhältnisse bestimmen, wie „konsonant“ oder „dissonant“ ein Intervall klingt. Hier sind die wichtigsten Intervalle und ihre physikalischen (Frequenz-)Verhältnisse im reinen (pytagoreischen oder natürlichen) Stimmungssystem: - **Prime (gleicher Ton):** 1:1 - **Oktave:** 2:1 (Der höhere Ton schwingt doppelt so schnell wie der tiefere.) - **Quinte:** 3:2 (Der höhere Ton schwingt 1,5-mal so schnell.) - **Quarte:** 4:3 - **Große Terz:** 5:4 - **Kleine Terz:** 6:5 - **Große Sexte:** 5:3 - **Kleine Sexte:** 8:5 - **Große Sekunde:** 9:8 - **Kleine Sekunde:** 16:15 Diese Verhältnisse gelten für die sogenannte „reine Stimmung“. In der heute üblichen „gleichstufigen Stimmung“ (gleichschwebende Temperatur) sind die Intervalle leicht abgewandelt, damit man in allen Tonarten spielen kann, aber die Grundidee der Frequenzverhältnisse bleibt erhalten. **Beispiel:** Wenn ein Ton eine Frequenz von 440 Hz (Kammerton a') hat, dann liegt die Oktave darüber bei 880 Hz, die Quinte bei 660 Hz, die Quarte bei 586,7 Hz usw. **Fazit:** Die physikalischen Schwingungsverhältnisse musikalischer Intervalle sind einfache Zahlenverhältnisse der Frequenzen der beteiligten Töne. Je einfacher das Verhältnis, desto „reiner“ und konsonanter klingt das Intervall.