Musikdistributoren im Pricing vergleichen: Welche Preise und Gebühren gibt es?

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Ein sinnvoller Pricing‑Vergleich hängt stark davon ab, ob du **pro Release** oder **als Abo** zahlen willst und ob du **100% Royalties** behalten möchtest. Hier die gängigen Modelle (Stand 2026 typischer Marktstandard, Konditionen können je nach Land/Plan variieren): ## 1) Abo-Flatrate (meist: unbegrenzt releasen, 0% Kommission) **DistroKid** – Jahresabo, oft mehrere Stufen (Single‑Artist bis Label). Häufig Extras kostenpflichtig (z.B. „Leave a Legacy“, Content‑ID, Shazam/Discovery‑Addons). Link: https://distrokid.com **TuneCore** – Jahresabo/Pläne, je nach Stufe teils mit unterschiedlichen Features/Support. Link: https://www.tunecore.com **Ditto** – Jahresabo, oft „unlimited releases“, Stufen für Solo/Label. Link: https://dittomusic.com **CD Baby (Abo-Optionen je nach Region/Produkt)** – historisch eher pro Release, inzwischen teils auch Abo/Services; prüfen, was für deine Region gilt. Link: https://cdbaby.com **Preislogik:** Gut, wenn du **viele Releases pro Jahr** planst. Nachteil: Kündigst du, können je nach Anbieter/Optionen **Takedowns** drohen oder du brauchst „permanente“ Add-ons. --- ## 2) Pay-per-Release (einmal zahlen, Release bleibt meist online; oft Kommission) **CD Baby** – klassisch: einmalige Gebühr pro Single/Album + prozentuale Kommission (modellabhängig). Link: https://cdbaby.com **Amuse (teils Free/Pro)** – Free‑Plan oft mit Einschränkungen/Kommission/geringerer Priorität, Pro‑Plan als Abo. Link: https://www.amuse.io **Preislogik:** Gut, wenn du **wenige Releases** hast und nicht jährlich zahlen willst. Nachteil: bei manchen Modellen **Kommission** oder höhere Einmalgebühren. --- ## 3) Kommissions-/„Labelservice“-Modelle (wenig Fixkosten, dafür Revenue-Share) **AWAL** – selektiv (Bewerbung), typischerweise Revenue‑Share statt Fixpreis; eher „Service“ als reiner Distributor. Link: https://www.awal.com **Stem** – selektiv, serviceorientiert, meist Revenue‑Share/individuelle Konditionen. Link: https://www.stem.is **Preislogik:** Kann sich lohnen bei **höherem Umsatz** und wenn du Services willst; nicht ideal als reiner „billigster Distributor“. --- ## 4) „Free Distributor“ (0 € upfront, dafür Kommission/Upgrades) Hier variieren Konditionen stark (Kommission, Auszahlungsgrenzen, Zusatzkosten). Typisch: kostenloser Einstieg, Monetarisierung über Revenue‑Share oder Pro‑Abo. --- # Schnelle Pricing-Heuristik (ohne Nachfragen) - **Viele Releases/Jahr (z.B. monatlich):** Abo‑Flatrate ist meist am günstigsten (DistroKid/TuneCore/Ditto). - **1–3 Releases/Jahr:** Pay‑per‑Release kann günstiger sein (z.B. CD Baby), je nach Kommission. - **Du willst „alles aus einer Hand“ + ggf. Playlist/Marketing‑Support:** selektive Services (AWAL/Stem) – Preis ist dann eher Revenue‑Share als „Tarif“. Wichtig beim Vergleich (Pricing, nicht Marketing): **(a)** Jahreskosten vs. Einmalgebühr, **(b)** Kommission auf Royalties, **(c)** Kosten für Add-ons (Content ID, „permanent online“, Splits), **(d)** Auszahlungsgebühren/Schwellen, **(e)** Kosten für Takedown/Änderungen (ISRC, Artistname, Re-Upload).