- **Modalität**: Musik, die nicht primär nach Dur/Moll (tonaler Harmonik) funktioniert, sondern nach **Modi** (Tonleitern mit charakteristischen Stufen/Intervallen). Typisch sind ein „Zentrum“ (Finalis/Grundton) und ein eigener Klangcharakter, ohne zwingende Dominant–Tonika-Logik. - **Kirchentonarten (Modi)**: Historische Modi (v. a. im Gregorianischen Choral und in früher Mehrstimmigkeit). Die gebräuchlichen sind: - **Ionisch** (entspricht Dur) - **Äolisch** (entspricht natürlichem Moll) - **Dorisch**, **Phrygisch**, **Lydisch**, **Mixolydisch** (Historisch gab es zudem „authentische“ und „plagale“ Varianten mit unterschiedlichem Ambitus/Umfang.) - **Melismatik**: Eine **Silbe** wird über **viele Töne** gesungen (z. B. lange Tonketten auf „A-“ in „Amen“). Gegensatz: **Syllabisch** (meist 1 Ton pro Silbe). - **Freier Rhythmus**: Rhythmus ohne festes, regelmäßig durchlaufendes **Metrum/Taktgefühl** (keine klaren „1-2-3-4“-Akzente). Oft am Sprachfluss orientiert, z. B. im Gregorianischen Choral oder in rezitativischen Passagen. - **Klangfarbe (Timbre)**: Das „Wie“ eines Tons (warum eine Geige anders klingt als eine Flöte bei gleicher Tonhöhe/Lautstärke). Bestimmt durch **Obertonspektrum**, Einschwingvorgang, Rauschanteile, Spieltechnik, Instrumentenbau, Raum usw. - **Resonanz**: **Mitschwingen** eines Körpers oder Raums bei bestimmten Frequenzen. Beispiele: Gitarrenkorpus verstärkt Saitenschwingungen; ein Raum betont bestimmte Töne; ein Sänger nutzt Resonanzräume (Brust/Kopf) zur Klangverstärkung und -färbung.