Was ist Funktionstheorie in der klassischen Musik?

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In der klassischen Musik bezeichnet **Funktionstheorie** ein Modell der **Harmonielehre**. Sie erklärt Akkorde nicht nur nach ihrem Aufbau, sondern nach ihrer **Aufgabe innerhalb einer Tonart**. Die drei Hauptfunktionen sind: - **Tonika (T)**: Ruhepunkt, klangliches Zentrum - **Dominante (D)**: Spannung, drängt zur Auflösung - **Subdominante (S)**: führt von der Tonika weg, bereitet oft die Dominante vor Beispiel in **C-Dur**: - C-Dur = **Tonika** - G-Dur = **Dominante** - F-Dur = **Subdominante** Typische Folge: **T – S – D – T** also etwa: **C – F – G – C** Die Funktionstheorie wurde vor allem im deutschsprachigen Raum geprägt, besonders durch **Hugo Riemann**. Sie ist wichtig, um Harmonik in Musik der **Klassik, Romantik und des Barock** zu analysieren. Kurz: **Funktionstheorie beschreibt, welche harmonische Rolle ein Akkord innerhalb einer Tonart spielt.**

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