In seinem Buch "Kulturmacht ohne Kompass" argumentiert Frank Trommler, dass die deutsche Kulturpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere nach der Wiedervereinigung Deutschlands oft ohne klare Orientierung und langfristige Strategie agiert hat. Er kritisiert, dass die Kulturpolitik häufig reaktiv und von kurzfristigen politischen Interessen geleitet wurde, anstatt eine kohärente und nachhaltige kulturelle Vision zu verfolgen. Trommler betont die Notwendigkeit einer reflektierten und strategisch ausgerichteten Kulturpolitik, die die kulturelle Vielfalt und die historischen Erfahrungen Deutschlands berücksichtigt.