Die Epoche des Sturm und Drang, die etwa von 1765 bis 1785 dauerte, ist geprägt von einer Vielzahl von Themen, die sich stark von den vorhergehenden literarischen Strömungen abheben. Hier sind einige zentrale Themen dieser Epoche: 1. **Individualität und Emotion**: Der Sturm und Drang betont das individuelle Empfinden und die subjektiven Emotionen. Die Autoren stellen das Gefühl über die Vernunft und fordern die Freiheit des Individuums. 2. **Natur**: Die Natur wird als Ausdruck von Gefühlen und als Quelle der Inspiration betrachtet. Sie wird oft idealisiert und als Gegenpol zur Zivilisation gesehen. 3. **Rebellion gegen Autorität**: Die Bewegung ist stark von einem Geist der Rebellion geprägt, sowohl gegen gesellschaftliche Normen als auch gegen politische und religiöse Autoritäten. Dies spiegelt sich in den Werken wider, die oft die Unabhängigkeit des Individuums thematisieren. 4. **Genie und Kreativität**: Der Begriff des "Genies" spielt eine zentrale Rolle. Autoren und Künstler werden als kreative Individuen gesehen, die durch ihre Originalität und Schaffenskraft hervorstechen. 5. **Das Streben nach Freiheit**: Die Sehnsucht nach persönlicher und gesellschaftlicher Freiheit ist ein zentrales Motiv. Dies zeigt sich in der Literatur durch die Darstellung von Konflikten und dem Wunsch nach Selbstverwirklichung. 6. **Das Tragische**: Viele Werke dieser Epoche thematisieren das Tragische im menschlichen Leben, oft verbunden mit einem Gefühl der Unvollkommenheit und des Konflikts zwischen Ideal und Realität. Diese Themen spiegeln die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche der Zeit wider und sind ein Ausdruck des Wandels hin zu einer stärkeren Betonung des Individuums und seiner Gefühle.