Warum denkt Claire Zachanassian, dass man Gerechtigkeit kaufen kann?

Antwort

Claire Zachanassian, eine Figur aus Friedrich Dürrenmatts Theaterstück "Der Besuch der alten Dame", glaubt, dass man Gerechtigkeit kaufen kann, weil sie in ihrer Jugend eine tiefgreifende Ungerechtigkeit erfahren hat. Sie wurde von ihrem Geliebten Alfred Ill schwanger und von ihm verleugnet, was zu ihrer sozialen Ächtung und Vertreibung aus der Stadt führte. Claire wird später sehr reich und kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um Rache zu nehmen. Sie bietet den Bürgern der Stadt eine enorme Geldsumme im Austausch für die Tötung von Alfred Ill. Ihre Überzeugung, dass Gerechtigkeit käuflich ist, basiert auf ihrer Erfahrung, dass Menschen oft ihre moralischen Prinzipien für Geld aufgeben. Claire nutzt ihren Reichtum, um die Bürger der Stadt zu korrumpieren und ihre eigene Vorstellung von Gerechtigkeit durchzusetzen. Dürrenmatt thematisiert damit die Käuflichkeit von Moral und Gerechtigkeit in einer kapitalistischen Gesellschaft.

KI fragen

Verwandte Fragen

Was können Juristen aus der Novelle Kohlhaas lernen?

Juristen können aus der Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist vielfältige Lehren ziehen, insbesondere im Hinblick auf Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und die Gefa... [mehr]