Wie erfolgte der Übergang vom Sturm und Drang zur Weimarer Klassik?

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Der Übergang vom Sturm und Drang zur Weimarer Klassik vollzog sich im späten 18. Jahrhundert und war geprägt von einem Wandel in den literarischen und philosophischen Idealen. Während der Sturm undang (ca. 1765-1785) stark von Emotionen, Individualität und der Natur geprägt war, strebte die Weimarer Klassik (ca. 1786-1805) nach Harmonie, Maß und universellen Werten. Wichtige Faktoren für diesen Übergang waren: 1. **Persönliche Entwicklung der Autoren**: Schriftsteller wie Goethe und Schiller entwickelten sich weiter und suchten nach einer tieferen, philosophischen Auseinandersetzung mit dem Menschen und der Gesellschaft. 2. **Einfluss der Aufklärung**: Die Ideen der Aufklärung, die Vernunft und Bildung betonten, führten zu einem neuen Verständnis von Kunst und Literatur. 3. **Gesellschaftliche Veränderungen**: Die politischen und sozialen Umbrüche der Zeit, wie die Französische Revolution, beeinflussten die Themen und Ansätze der Autoren. Insgesamt führte dieser Wandel zu einer Synthese von Emotion und Vernunft, die die Werke der Weimarer Klassik prägte.

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