Sturm und Drang in der Weimarer Klassik?

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Der Sturm und Drang war eine literarische Bewegung, die etwa von 1765 bis 1785 in Deutschland aktiv war und sich durch eine starke Betonung von Emotionen, Individualität und Natur auszeichnete. Diese Bewegung war eine Reaktion auf die Aufklärung und die strengen Regeln des Klassizismus. Die Weimarer Klassik, die etwa von 1786 bis 1805 dauerte, folgte auf den Sturm und Drang und war geprägt von den Werken von Autoren wie Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. In der Weimarer Klassik wurde versucht, die emotionalen und individuellen Aspekte des Sturm und Drang mit den Idealen der Harmonie, der Ästhetik und der moralischen Erziehung zu verbinden. Während der Sturm und Drang oft impulsiv und rebellisch war, strebte die Weimarer Klassik nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Gefühl und Verstand, was sich in den Werken dieser Zeit widerspiegelt. Die beiden Bewegungen sind also eng miteinander verbunden, wobei die Weimarer Klassik als eine Art Weiterentwicklung und Reifung der Ideen des Sturm und Drang betrachtet werden kann.

Kategorie: Literatur Tags: Sturm Drang Klassik
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