Das „kleine rote Buch“ von Mao Zedong, offiziell „Zitate des Vorsitzenden Mao Tse-tung“, war ein zentrales Propagandainstrument während der chinesischen Kulturrevolution. Es enthält ausgewählte Zitate und Lehren Maos und wurde millionenfach verbreitet, um die Ideologie der Kommunistischen Partei Chinas zu festigen und die Bevölkerung zu mobilisieren. Ob man das Buch als „Agitprop-Schund“ bezeichnen kann, hängt stark von der eigenen politischen und historischen Bewertung ab: - **Agitprop** ist ein Begriff für Agitations- und Propagandaliteratur, die gezielt zur politischen Beeinflussung eingesetzt wird. In diesem Sinne trifft die Bezeichnung auf das „kleine rote Buch“ zu, da es explizit zur politischen Mobilisierung und Indoktrination genutzt wurde. - **Schund** ist ein abwertender Begriff für minderwertige oder triviale Literatur. Ob das Buch als „Schund“ gilt, ist eine subjektive Wertung. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es ein historisch bedeutsames Dokument, das die Ideologie und Politik einer Epoche widerspiegelt. Kritiker des Maoismus oder der Kulturrevolution verwenden den Begriff „Schund“ jedoch gelegentlich, um die propagandistische und dogmatische Natur des Buches zu betonen. Zusammengefasst: Das „kleine rote Buch“ ist zweifellos ein Beispiel für Agitprop-Literatur. Ob es als „Schund“ zu bezeichnen ist, hängt von der individuellen Bewertung und dem Standpunkt ab. Historisch betrachtet ist es ein wichtiges Zeitdokument, unabhängig von der inhaltlichen Qualität oder politischen Bewertung.