In Marivaux' Komödie "Le Jeu de l'amour et du hasard" (Das Spiel von Liebe und Zufall) ist Lisette die Zofe von Silvia, der weiblichen Hauptfigur. Lisettes Vorstellung von Liebe ist pragmatischer und weniger idealistisch als die ihrer Herrin. Sie sieht Liebe oft durch die Linse sozialer und wirtschaftlicher Vorteile und ist sich der Klassenunterschiede bewusst. Lisette ist jedoch auch romantisch und träumt von einer Liebe, die über soziale Schranken hinweggeht, was sich in ihrer Beziehung zu Arlequin, dem Diener von Dorante, zeigt. Ihre Idee von Liebe ist eine Mischung aus Realismus und Romantik, wobei sie sowohl die praktischen Aspekte als auch die emotionalen Sehnsüchte berücksichtigt.