Welche Lesemethode eignet sich für erzählende Texte?

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Für erzählende Texte eignet sich am besten eine **3‑Phasen‑Lesemethode** (Überblick → genau lesen → nachbereiten), weil du damit Handlung, Figuren und Erzähltechnik systematisch erfasst: 1) **Überblick (vor dem Lesen)** - Titel, Autor, Textsorte, ggf. Entstehungszeit kurz notieren. - Erste Erwartung: Worum könnte es gehen? (Thema/Grundkonflikt). 2) **Genau lesen (währenddessen)** - **Abschnittsweise** lesen und jeden Abschnitt in **1 Satz** zusammenfassen. - Markieren/Notieren nach festen Kategorien: - **Handlung**: Ausgangssituation → Auslöser → Wendepunkt(e) → Höhepunkt → Schluss. - **Figuren**: Ziele, Motive, Beziehungen, Entwicklung (vorher/nachher). - **Raum & Zeit**: Ort(e), Zeitverlauf, Atmosphäre. - **Erzählweise**: Erzählperspektive (Ich/Er/Sie; personal/auktorial), Zeitform, Erzähltempo (Raffung/Dehnung), direkte/indirekte Rede, innerer Monolog. - **Sprache/Stilmittel**: auffällige Wortfelder, Symbole, Metaphern, Leitmotive; Wirkung kurz dazuschreiben. 3) **Nachbereitung (nach dem Lesen)** - **Kurzinhalt** in 5–7 Sätzen (ohne Details). - **Deutung**: Thema + zentrale Aussage/Intention in 1–2 Sätzen. - **Belege**: 2–3 Textstellen (mit Zeilenangaben) auswählen, die die Deutung stützen. Damit hast du eine klare Struktur für Inhaltsangabe, Charakterisierung und Interpretation.

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