Gibt es einen Wendepunkt oder Höhepunkt in der Ballade Herr Ribbeck?

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Ja, in der Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane gibt es einen Höhepunkt bzw. Wendepunkt. Dieser liegt im zentralen Moment der Handlung, als Herr von Ribbeck, der für seine Großzügigkeit bekannt ist, stirbt und sein Sohn das Gut übernimmt. Der Sohn ist im Gegensatz zum Vater geizig und verteilt keine Birnen mehr an die Kinder. Der eigentliche Wendepunkt ist jedoch die Enthüllung, dass Herr von Ribbeck vor seinem Tod eine Birne in sein Grab legen ließ. Damit sorgt er dafür, dass aus seinem Grab ein Birnbaum wächst, von dem die Kinder auch nach seinem Tod Birnen pflücken können. Dieser Moment ist der Höhepunkt der Ballade, weil sich hier die List und die Güte des alten Ribbeck zeigen: Trotz seines Todes sorgt er weiterhin für die Kinder des Dorfes. Die Ballade schlägt damit von Trauer und Verlust (Tod des alten Ribbeck) zu Hoffnung und Weitergabe von Güte um (Wachsen des Birnbaums und Fortsetzung der Tradition).