Wer ist Deva Fagan und wie entstand Game of Noctis?

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**Deva Fagan schreibt vor allem Fantasy und Science-Fiction, und *Game of Noctis* entstand aus zwei sehr konkreten Impulsen: ihrer eigenen Begeisterung für Spiele – und ihrem Wunsch, die Idee zu zerlegen, dass man in einer unfairen Welt nur „die Regeln befolgen“ müsse, um aufzusteigen.** ([teenlibrariantoolbox.com](https://teenlibrariantoolbox.com/2024/07/12/games-and-puzzles-as-storytelling-tools-a-guest-post-by-deva-fagan-and-jenn-reese/)) ## Wer Deva Fagan ist Deva Fagan ist eine US-amerikanische Autorin, die Fantasy und Science-Fiction „für alle Altersgruppen“ schreibt. Auf ihrer eigenen Autorenseite beschreibt sie, dass sie schon immer Geschichten erzählen wollte; heute veröffentlicht sie sowohl Kinder- und Jugendfantasy als auch Fantasy für Erwachsene. Sie lebt in Maine mit ihrem Mann und ihrem Hund. ([devafagan.com](https://devafagan.com/about/)) Zu ihren bekannteren Büchern gehören unter anderem *Rival Magic*, *Nightingale*, *The Mirrorwood*, *The Delta Codex* und *A Game of Noctis*. *A Game of Noctis* erschien am 9. April 2024 bei Atheneum Books for Young Readers und richtet sich laut Verlag an Leser ab etwa 10 Jahren. ([simonandschuster.com](https://www.simonandschuster.com/books/A-Game-of-Noctis/Deva-Fagan/9781665930192)) Auffällig an Fagan ist, dass sie nicht einfach nur Abenteuerfantasy schreibt. Viele ihrer Stoffe verbinden ein zugängliches, spannendes Konzept mit einer zweiten Ebene: Identität, Macht, Ungerechtigkeit oder die Frage, wer von Regeln profitiert. Genau das ist auch bei *Game of Noctis* der entscheidende Punkt. Das macht das Buch interessanter als die übliche „Kinder müssen ein gefährliches Spiel gewinnen“-Prämisse. Diese Einordnung stützen auch die Besprechungen, die das Buch ausdrücklich als Geschichte über ein ungerechtes System lesen. ([devafagan.com](https://devafagan.com/a-game-of-noctis/)) ## Wie sie zu *Game of Noctis* kam Am klarsten hat Fagan das selbst in einem Gastbeitrag vom 12. Juli 2024 erklärt. Dort schreibt sie, dass sie schon fast ihr ganzes Leben spielt: früher erfand sie auf langen Autofahrten imaginäre Welten, heute spielt sie vor allem Videospiele und hilft auch bei Live-Action-Rollenspielen. Sie sagt ausdrücklich, dass die heutige allgegenwärtige Spielkultur ein Teil der Inspiration für *A Game of Noctis* war – also die Idee einer Welt, in der Gesellschaft sich um Spiele dreht und man „gewinnen muss, um zu überleben“. ([teenlibrariantoolbox.com](https://teenlibrariantoolbox.com/2024/07/12/games-and-puzzles-as-storytelling-tools-a-guest-post-by-deva-fagan-and-jenn-reese/)) Der wichtigere Auslöser war aber nicht das Spielerische selbst, sondern die gesellschaftliche Aussage dahinter. Fagan erklärt, sie habe das Buch geschrieben, um das Konzept des „Gewinnens“ zu hinterfragen und die Vorstellung zu prüfen, dass man nur hart arbeiten und Regeln befolgen müsse, um Erfolg zu haben. Sie verbindet das direkt mit eigenen Erfahrungen als jemand, der Regeln eher befolgt und der erlebt hat, dass manche Menschen in derselben Welt mit deutlich schlechteren Voraussetzungen „spielen“ als andere. Diese persönliche Perspektive floss in die Hauptfigur Pia ein, die zunächst fest an Regeln glaubt und dann erkennt, dass genau diese Regeln viele Menschen kleinhalten. ([teenlibrariantoolbox.com](https://teenlibrariantoolbox.com/2024/07/12/games-and-puzzles-as-storytelling-tools-a-guest-post-by-deva-fagan-and-jenn-reese/)) ## Was das konkret über das Buch verrät Der Kern von *Game of Noctis* ist deshalb nicht einfach „Fantasy mit Wettbewerben“, sondern eine Kritik an Meritokratie: also an der bequemen Erzählung, Leistung allein entscheide über Erfolg. Fagan nutzt Spiele als leicht verständliche Form, um Kindern zu zeigen, wie ein System fair aussehen **kann**, aber tatsächlich unfair gebaut **ist**. Das ist der eigentliche Motor des Romans. ([teenlibrariantoolbox.com](https://teenlibrariantoolbox.com/2024/07/12/games-and-puzzles-as-storytelling-tools-a-guest-post-by-deva-fagan-and-jenn-reese/)) Genau darin unterscheidet sich das Buch von vielen ähnlichen Titeln. Die Spiele sind nicht nur Kulisse oder Spannungseffekt, sondern das Modell der Gesellschaft selbst. Wenn Pia lernt, dass „Regeln“ nicht neutral sind, ist das keine Nebenidee, sondern die zentrale Aussage des Romans. ([devafagan.com](https://devafagan.com/a-game-of-noctis/)) ## Kurzfazit Wenn du nach dem „Warum“ hinter *Game of Noctis* fragst, ist die beste Antwort: Deva Fagan hat das Buch geschrieben, weil sie Spiele liebt **und** weil sie zeigen wollte, dass ein System trotz klarer Regeln ungerecht sein kann. Aus dieser Kombination entstand eine Fantasygeschichte, die spannend wirkt, aber eigentlich eine sehr klare soziale Aussage hat. ([teenlibrariantoolbox.com](https://teenlibrariantoolbox.com/2024/07/12/games-and-puzzles-as-storytelling-tools-a-guest-post-by-deva-fagan-and-jenn-reese/))

Kategorie: Literatur Tags: Deva Fagan Noctis