Eher Kollaboration als „Kooperative“: Jean Tinguely arbeitete bewusst mit anderen Künstlern zusammen, oft sehr eng und sichtbar im Werk selbst. „Kooperative“ passt eher zu...
Was ist „L’éloge de la Folie“ im Bühnenbild von Jean Tinguely?
Antwort vom**Ja. „L’Éloge de la Folie“ war bei Jean Tinguely ein Bühnenbild: 1966 entwarf er zusammen mit Niki de Saint Phalle und Martial Raysse die Ausstattung für ein neues Ballett von Roland Petit im Théâtre des Champs-Élysées in Paris.** ([tinguely.ch](https://www.tinguely.ch/de/tinguely-sammlung-restaurierung/sammlung.html?detail=21581662-c0cd-4c83-a9ad-69b020fb87e5&material=&period=)) Entscheidend ist aber der Unterschied: Gemeint ist nicht nur ein einzelnes Bildmotiv, sondern ein **monumentales, bewegungsnahes Bühnen-Ensemble**, das später als eigenständiges Kunstwerk rezipiert wurde. Das heute bekannte Werk **„Éloge de la folie“** im Museum Tinguely war ursprünglich genau für diese Ballettproduktion geschaffen. ([tinguely.ch](https://www.tinguely.ch/en/digital/tinguely-home/detail/tinguely-home-52-aufbau-von-eloge-de-la-folie-1966.html)) ## Was daran besonders ist Tinguely hat hier nicht einfach „Theater dekoriert“. Für ihn war das Bühnenbild eine Erweiterung seiner Kunst: Maschine, Bewegung, Spektakel und Ironie wurden Teil einer Aufführung, die sich auf Erasmus’ **„Lob der Torheit“** bezog. Gerade das unterscheidet dieses Werk von einem normalen Theaterdekor. ([tinguely.ch](https://www.tinguely.ch/de/tinguely-sammlung-restaurierung/sammlung.html?detail=21581662-c0cd-4c83-a9ad-69b020fb87e5&material=&period=)) ## Praktische Einordnung Wenn du in einem kunsthistorischen oder museumsbezogenen Kontext nach „L’Éloge de la Folie“ bei Tinguely fragst, ist die präziseste Antwort: - **Entstehung:** Bühnenbild für ein Ballett, Paris, 1966 - **Beteiligte:** Jean Tinguely, Niki de Saint Phalle, Martial Raysse - **Auftraggeber/Produktion:** Roland Petit - **Heutige Bedeutung:** zugleich Bühnenbild **und** autonomes Hauptwerk in Tinguelys Œuvre ([tinguely.ch](https://www.tinguely.ch/de/tinguely-sammlung-restaurierung/sammlung.html?detail=21581662-c0cd-4c83-a9ad-69b020fb87e5&material=&period=)) Der häufige Denkfehler ist also: Man hält „L’Éloge de la Folie“ für ein isoliertes Museumsobjekt. Historisch stimmt genauer das Gegenteil — **es stammt aus dem Theater und wurde erst danach als eigenständiges Kunstwerk kanonisiert.** ([tinguely.ch](https://www.tinguely.ch/en/digital/tinguely-home/detail/tinguely-home-52-aufbau-von-eloge-de-la-folie-1966.html))
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