Paul Cézanne war ein Wegbereiter der Klassischen Moderne, weil er die Malerei vom bloßen Abbilden der sichtbaren Welt zu einer eigenständig konstruierten Bildordnung weiterentwickelt...
Paul Cézanne meint damit grob drei Ebenen des Malens: 1. **Motif** Das ist das konkrete Gegenüber: Landschaft, Äpfel, Berg, Tisch, Mensch. Bei Cézanne ist das Motiv nicht nur „Thema“, sondern etwas, das der Maler intensiv anschaut. 2. **Sensation** Das ist der unmittelbare visuelle Eindruck, den das Motiv im Maler auslöst: Farbe, Licht, Raum, Gewicht, Verhältnis der Formen. Cézanne wollte nicht einfach Dinge abmalen, sondern die **empfundene Wahrnehmung** festhalten. 3. **Réalisation** Das ist die malerische Verwirklichung dieser Wahrnehmung im Bild. Also: Wie wird aus dem gesehenen und empfundenen Eindruck eine Bildordnung aus Farbflächen, Struktur und Form? **„Aller sur le motif“** heißt dabei: **zum Motiv hingehen**, direkt vor der Natur arbeiten, genau beobachten, nicht bloß aus Konvention oder Fantasie malen. Das Konzept insgesamt bedeutet also: - vom **realen Gegenstand** ausgehen, - daraus eine **lebendige Seherfahrung** gewinnen, - und diese in eine **eigenständige malerische Form** umsetzen. Darum ist Cézanne so wichtig: Er malt weder rein naturalistisch noch rein subjektiv, sondern versucht, **Wahrnehmung und Bildaufbau** zusammenzubringen.
Paul Cézanne war ein Wegbereiter der Klassischen Moderne, weil er die Malerei vom bloßen Abbilden der sichtbaren Welt zu einer eigenständig konstruierten Bildordnung weiterentwickelt...
Ein bekanntes Gemälde von Paul Cézanne, das eine Person mit auffällig langen Armen zeigt, ist „Der Harlekin“ (frz. „Arlequin“). Cézanne malte mehrere Po...