Typische Bedrohungen und Schwachstellen im Zusammenhang mit dem Informationssicherheitsrisiko "Schadprogramme" (Malware) sowie ein Behandlungsplan lassen sich wie folgt darstellen: **Typische Bedrohungen:** - **Viren:** Programme, die sich an andere Dateien anhängen und sich beim Ausführen verbreiten. - **Würmer:** Selbstständig verbreitende Programme, die Netzwerke ausnutzen. - **Trojaner:** Tarnen sich als nützliche Software, führen aber schädliche Aktionen aus. - **Ransomware:** Verschlüsselt Daten und fordert Lösegeld. - **Spyware/Keylogger:** Spionieren Nutzeraktivitäten aus. - **Rootkits:** Verbergen Schadsoftware und ermöglichen Angreifern dauerhaften Zugriff. **Typische Schwachstellen:** - **Veraltete Software:** Nicht gepatchte Betriebssysteme und Anwendungen. - **Unzureichende Benutzerrechte:** Nutzer haben mehr Rechte als nötig. - **Fehlende oder unzureichende Antiviren-Software:** Kein oder veralteter Schutz. - **Unachtsames Nutzerverhalten:** Öffnen von E-Mail-Anhängen oder Links aus unbekannten Quellen. - **Unsichere Netzwerke:** Keine Segmentierung, keine Firewalls. - **Schwache Passwörter:** Leicht zu erratende oder mehrfach verwendete Passwörter. **Behandlungsplan (Maßnahmen):** 1. **Prävention:** - Regelmäßige Updates und Patches für Betriebssysteme und Anwendungen. - Einsatz und regelmäßige Aktualisierung von Antiviren- und Anti-Malware-Software. - Schulung der Mitarbeitenden zu sicherem Umgang mit E-Mails und Internet. - Einschränkung von Benutzerrechten (Prinzip der minimalen Rechte). - Einsatz von Firewalls und Netzwerksegmentierung. - Verwendung starker, einzigartiger Passwörter und ggf. Multi-Faktor-Authentifizierung. 2. **Erkennung:** - Überwachungssysteme (Intrusion Detection/Prevention Systems, SIEM). - Regelmäßige Scans auf Schadsoftware. - Monitoring von ungewöhnlichen Aktivitäten im Netzwerk. 3. **Reaktion:** - Vorhalten eines Notfallplans (Incident Response Plan). - Isolierung infizierter Systeme vom Netzwerk. - Benachrichtigung der IT-Sicherheitsverantwortlichen. - Analyse und Beseitigung der Schadsoftware. 4. **Wiederherstellung:** - Wiederherstellung betroffener Systeme aus sauberen Backups. - Überprüfung und ggf. Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen. - Dokumentation des Vorfalls und der ergriffenen Maßnahmen. 5. **Nachbereitung:** - Ursachenanalyse (Root Cause Analysis). - Anpassung der Sicherheitsrichtlinien und -prozesse. - Weitere Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden. **Fazit:** Ein umfassender Behandlungsplan gegen Schadprogramme umfasst technische, organisatorische und personelle Maßnahmen, die sowohl präventiv als auch reaktiv wirken. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen sind essenziell, um das Risiko nachhaltig zu minimieren.