Wenn eine Gesellschaft selbst bei lebenswichtigen Dingen reflexhaft „nicht finanzierbar“ sagt, ist das meist kein reines Geldproblem, sondern ein Prioritätenproblem: Dann werden Koste...
In was für einer Welt leben wir, wenn bei jeder Investition gefragt wird: „Wie soll das finanzierbar sein?“
Antwort vom… ergo **Finanzierbarkeit ist vor allem eine Frage von Prioritäten, Macht und Verteilung** – nicht nur von „ob Geld da ist“. Präziser: - Geld ist kein Naturgesetz, sondern ein **gesellschaftliches Organisationsmittel**. - Deshalb heißt „Wie soll das finanzierbar sein?“ oft eigentlich: - **Wer soll zahlen?** - **Wofür wollen wir Mittel freimachen?** - **Wessen Interessen haben Vorrang?** - **Welche Kosten akzeptieren wir jetzt oder später?** Aber: - Daraus folgt **nicht**, dass alles beliebig finanzierbar ist. - Reale Grenzen bleiben: - Arbeitskräfte - Rohstoffe - Energie - Produktionskapazitäten - Inflation - politische Mehrheiten Die zugespitzte Antwort lautet also: **Geld ist eine bewusste Entscheidung – ergo ist „nicht finanzierbar“ oft ein politisches Urteil, keine neutrale Tatsache.** Oft bedeutet es eher: **„Dafür wollen wir die Mittel nicht bereitstellen.“** In einer Formel: **Nicht alles, was wünschenswert ist, ist automatisch finanzierbar – aber sehr vieles, was als unfinanzierbar dargestellt wird, ist in Wahrheit nur nicht gewollt.**
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