Der Kinderwunsch entsteht aus einer Mischung verschiedener Motive, die sowohl biologischer als auch psychologischer und sozialer Natur sind. Biologisch betrachtet gibt es einen evolutionären Antrieb zur Fortpflanzung, der in vielen Menschen einen natürlichen Wunsch nach eigenen Kindern auslöst. Psychologisch spielen Faktoren wie das Bedürfnis nach Nähe, Familie, Sinnstiftung und sozialer Zugehörigkeit eine Rolle. Auch gesellschaftliche Erwartungen und Normen beeinflussen den Kinderwunsch. Ob der Kinderwunsch „egoistisch“ ist, hängt von der Definition ab. Viele Motive – etwa das Bedürfnis nach Liebe, Bestätigung oder das Weitergeben eigener Werte – sind individuell geprägt, was als egoistisch interpretiert werden kann. Allerdings ist das Streben nach persönlichem Glück und Erfüllung ein grundlegender menschlicher Antrieb und nicht per se negativ zu bewerten. Die pädagogische Befähigung zur Elternschaft wird im Vorfeld eines Kinderwunsches selten systematisch reflektiert oder überprüft. In den meisten Gesellschaften gibt es keine formalen Anforderungen oder Prüfungen, die Eltern vor der Geburt eines Kindes absolvieren müssen. Die Fähigkeit, ein Kind zu erziehen, wird meist als selbstverständlich vorausgesetzt oder erst im Verlauf der Elternschaft entwickelt. In der öffentlichen Diskussion wird jedoch zunehmend betont, wie wichtig elterliche Kompetenzen für das Wohl des Kindes sind. Zusammengefasst: Der Kinderwunsch basiert auf einer Mischung aus biologischen, psychologischen und sozialen Motiven, wobei pädagogische Befähigung im Vorfeld oft wenig reflektiert wird.