Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts waren Haushalte in vielen Teilen der Welt von verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren geprägt. In den meisten westlichen Ländern war der traditionelle Haushalt oft eine Kernfamilie, bestehend aus Eltern und ihren Kindern. Die Rollen waren häufig klar verteilt, mit dem Mann als Hauptverdiener und der Frau, die sich um den Haushalt und die Kinder kümmerte. In ländlichen Gebieten waren Haushalte oft größer und umfassten mehrere Generationen, einschließlich Großeltern und anderen Verwandten. Die landwirtschaftliche Arbeit spielte eine zentrale Rolle, und viele Familien lebten von dem, was sie selbst produzierten. Mit der Urbanisierung und dem wirtschaftlichen Wandel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu Veränderungen. Immer mehr Menschen zogen in Städte, und die Anzahl der Alleinlebenden und kinderlosen Paare nahm zu. Die Rolle der Frau veränderte sich ebenfalls, da immer mehr Frauen in den Arbeitsmarkt eintraten. In vielen Kulturen gab es auch eine zunehmende Diversität in den Haushaltsformen, einschließlich Alleinerziehender, Patchworkfamilien und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Diese Entwicklungen führten zu einer breiteren Definition dessen, was einen Haushalt ausmacht. Insgesamt spiegelten die Haushalte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die gesellschaftlichen Veränderungen und den Wandel der Werte wider.