Gar nicht unkommentiert. Die Aussage „Tierarzt ist nicht finanzierbar – die Kugel ist billiger“ ist menschenverachtend gegenüber dem Tier und zynisch gegenüber Haltern in...
Wo liegen die Grenzen der Züchtung im Tierschutz?
Antwort vomDie Grenzen der Züchtung liegen dort, wo Tiere durch Zuchtziele Schmerzen, Leiden, Schäden oder dauerhafte Beeinträchtigungen erleiden. Tierschutzrechtlich ist besonders problematisch die sogenannte **Qualzucht**: also Zucht auf Merkmale, die zwar vom Menschen gewünscht sind, für das Tier aber gesundheitliche Nachteile bringen. Typische Beispiele: - extrem kurze Schnauzen mit Atemproblemen - übergroße Hautfalten mit Entzündungen - übersteigerte Körperformen mit Gelenk- oder Wirbelsäulenschäden - genetisch bedingte Taubheit, Blindheit oder Organprobleme Der Grundsatz lautet: **Zucht ist nur vertretbar, solange das Wohl des Tieres Vorrang hat.** Grenzen sind also erreicht, wenn - Gesundheit der Tiere dem Aussehen oder wirtschaftlichen Nutzen untergeordnet wird, - erblich bedingte Defekte bewusst weitervermehrt werden, - Fortpflanzung, Geburt, Bewegung, Atmung oder normales Verhalten beeinträchtigt sind. Ethisch bedeutet das: - kein Zuchtziel auf Kosten des Tierwohls, - Erhalt von Robustheit und Gesundheit statt Extremmerkmalen, - Verantwortung des Menschen für die Folgen künstlicher Selektion. Rechtlich ist in Deutschland vor allem das **Tierschutzgesetz** maßgeblich; es verbietet Züchtungen, bei denen vorhersehbar ist, dass Nachkommen unter Schmerzen, Leiden oder Schäden leiden. Maßgeblich ist hier insbesondere § 11b TierSchG.
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