Die Geburtenrate (zusammengefasste Geburtenziffer) ist in Deutschland nach dem kurzen Corona-Hoch 2021 in den Jahren 2022 und 2023 stark gefallen und 2024 weiter (aber langsamer) gesunken: 2023 auf 1,...
Die Angabe „Kinder je Frau“ (genauer: **zusammengefasste Geburtenziffer / Total Fertility Rate, TFR**) wird verwendet, weil sie eine **direkte, geschlechtsneutrale Beschreibung des Geburtenniveaus** ist: Wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekäme, wenn die altersspezifischen Geburtenraten eines Jahres konstant blieben. Dafür braucht man nur Geburten nach Alter der Mutter und die Zahl der Frauen nach Alter – das ist robust, international vergleichbar und unabhängig davon, wie sich das Geschlechterverhältnis bei Geburten gerade verhält. „**Töchter je Frau**“ gibt es zwar als Kennzahl (in der Demografie oft als **Netto-Reproduktionsrate** bzw. als „Töchtermaß“ der Reproduktion gedacht), aber sie beantwortet **eine andere Frage**: nicht „wie viele Kinder werden geboren?“, sondern „**wie viele potenzielle Mütter** entstehen aus einer Frauengeneration?“. Dafür muss man zusätzlich berücksichtigen: - den **Anteil weiblicher Geburten** (Sex Ratio at Birth), - und – für die eigentliche Reproduktionsaussage – **Sterblichkeit von Mädchen/Frauen bis zum gebärfähigen Alter** (sonst zählt man Töchter, die nie das reproduktive Alter erreichen, als „Ersatz“ mit). Gerade weil „Töchter je Frau“ stärker von **Sterblichkeit** und teils auch von **geschlechtsspezifischen Verzerrungen** abhängt, ist es als allgemeine „Geburtenrate“ weniger klar, sondern eher ein Maß für **Generationenersatz**. Für viele Zwecke (Vergleich von Ländern/Jahren, kurzfristige Trends, Zusammenhang mit Familienpolitik, Konjunktur etc.) will man aber zuerst das **Geburtenniveau insgesamt** – daher „Kinder je Frau“. **Seit wann ist das so?** Die Praxis, Fertilität als „Kinder je Frau“ (TFR) zu berichten, ist in der amtlichen Statistik und internationalen Demografie **seit dem 20. Jahrhundert** etabliert und wurde besonders mit der Standardisierung moderner Fertilitätsmaße in der **Mitte des 20. Jahrhunderts** breit üblich. Parallel existieren „Töchter“-Maße (Brutto-/Netto-Reproduktionsrate) ebenfalls seit dem 20. Jahrhundert, werden aber typischerweise **nicht** als die „Geburtenrate“ im allgemeinen Sprachgebrauch kommuniziert, sondern als Reproduktions-/Ersatzkennziffern.
Die Geburtenrate (zusammengefasste Geburtenziffer) ist in Deutschland nach dem kurzen Corona-Hoch 2021 in den Jahren 2022 und 2023 stark gefallen und 2024 weiter (aber langsamer) gesunken: 2023 auf 1,...
Die **Geburtenrate** (genauer: *zusammengefasste Geburtenziffer*, Kinder je Frau) in Deutschland in den **letzten 10 Jahren (2015–2024)**: - 2015: **1,50** - 2016: **1,59** - 2017: **1,57** - 2...
Dass der starke Rückgang der Geburtenrate in der BRD zwischen etwa 1965 und 1975 „ca. 50 Jahre ignoriert“ worden sei, lässt sich vor allem so erklären: Er wurde nicht wirkli...
2023 lag die (zusammengefasste) Geburtenrate/Geburtenziffer in Deutschland bei **1,38 Kindern je Frau** (korrigiert auf Basis des Zensus 2022). ([destatis.de](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressem...
Für **2023** weist Destatis für **Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit** eine zusammengefasste Geburtenziffer („Geburtenrate“) von **1,26 Kindern je Frau** aus. ([destat...