Sollten gesunde Bürgergeldbezieher Alltagsunterstützung für berufstätige Alleinerziehende als Ausgleich und zur Förderung der eigenen Tagesstruktur anbieten?

Antwort vom

Ja — **als freiwilliges, klar geregeltes Modell kann das sinnvoll sein**, **als pauschale Pflicht eher nicht**. **Dafür spricht:** - Alleinerziehende Berufstätige sind oft stark belastet. - Sinnvolle Unterstützung im Alltag kann gesellschaftlich nützen. - Für Bürgergeldbeziehende kann eine feste Aufgabe Tagesstruktur, soziale Einbindung und praktische Erfahrung fördern. **Dagegen spricht:** - „Gesund“ heißt nicht automatisch sofort einsetzbar; es kann verdeckte Belastungen geben. - Kinderbetreuung und Alltagsunterstützung verlangen Zuverlässigkeit, Eignung, Vertrauen und oft Qualifikation. - Eine Pflichtlösung kann stigmatisierend wirken und leicht wie Zwangsarbeit erscheinen. - Bürgergeld ist rechtlich keine allgemeine Verpflichtung zu privaten Hilfsdiensten. **Sinnvoll wäre daher nur ein Modell mit:** - **Freiwilligkeit** - **Prüfung von Eignung und Zuverlässigkeit** - **Schulung und Begleitung** - **Versicherung und klaren Grenzen der Tätigkeit** - **angemessener Aufwandsentschädigung** - **Schutz der Alleinerziehenden und der Kinder** **Fazit:** **Als freiwilliges Förder- und Unterstützungsangebot: ja, grundsätzlich sinnvoll. Als generelle Verpflichtung für gesunde Bürgergeldbeziehende: nein.**

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