Warum arbeiten Alleinerziehende trotz Aufstockung und Personalnot oft nicht ganztags, wenn die Kinder ganztägig im Hort sind?

Antwort vom

Weil sich Vollzeitarbeit für viele Alleinerziehende trotz Personalmangel praktisch oder finanziell oft **nicht lohnt oder nicht machbar ist**: - **Betreuungszeiten passen nicht**: Hort deckt oft nicht Randzeiten, Ferien, Schließtage oder Krankheit der Kinder ab. - **Alle Verantwortung liegt bei einer Person**: Bringen, Abholen, Arzttermine, Notfälle, Elternabende. - **Finanziell bleibt oft wenig mehr übrig**: Mehr Arbeitszeit kann durch höhere Betreuungskosten, Fahrtkosten und den Wegfall von Leistungen teilweise aufgezehrt werden. - **Arbeitgeber sind oft nicht flexibel genug**: Vollzeit heißt häufig starre Zeiten, Überstunden oder kurzfristiges Einspringen. - **Kinder brauchen Verlässlichkeit**: Gerade bei kleineren Kindern ist eine stabile Betreuung nicht immer vollständig organisierbar. - **Belastungsgrenze**: Alleinerziehend plus Vollzeit plus komplette Familienorganisation führt oft schnell zu Überlastung. Kurz: **Personalmangel allein löst nicht die Betreuungs-, Zeit- und Anreizprobleme.** Viele würden mehr arbeiten, **wenn** Betreuung verlässlich, bezahlbar und zeitlich passend wäre und sich das Einkommen spürbar erhöhen würde.

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