Zbigniew Brzeziński, ein einflussreicher US-amerikanischer Politikwissenschaftler und ehemaliger Sicherheitsberater, formulierte in seinem Buch „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ (Original: „The Grand Chessboard“, 1997) die These, dass die Kontrolle über Eurasien der Schlüssel zur globalen Vorherrschaft sei. Seine wichtigsten Argumente sind: 1. **Geopolitische Bedeutung Eurasiens:** Eurasien ist das größte zusammenhängende Landmassiv der Erde und beherbergt den Großteil der Weltbevölkerung, der wirtschaftlichen Ressourcen und der wichtigsten Staaten (wie China, Russland, die EU-Staaten, Indien). 2. **Ressourcenreichtum:** Eurasien verfügt über enorme natürliche Ressourcen, darunter Öl, Gas, Mineralien und landwirtschaftliche Flächen. Wer diese Ressourcen kontrolliert, hat erheblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft. 3. **Machtzentren:** Die wichtigsten geopolitischen Akteure und potenziellen Rivalen der USA befinden sich in Eurasien. Brzeziński nennt insbesondere Russland, China und die Europäische Union. 4. **Verkehrs- und Handelswege:** Die wichtigsten Land- und Seewege für Handel und Militär verlaufen durch Eurasien. Kontrolle über diese Routen bedeutet Kontrolle über den globalen Waren- und Informationsfluss. 5. **Historische Perspektive:** Historisch gesehen waren Mächte, die große Teile Eurasiens kontrollierten (z.B. das Mongolische Reich, das Britische Empire mit Indien), oft die dominierenden Weltmächte. Brzeziński fasst dies in der berühmten Aussage zusammen: „Wer Eurasien kontrolliert, kontrolliert das Schicksal der Welt.“ Sein strategischer Schluss: Die USA sollten verhindern, dass eine einzelne Macht oder eine Koalition von Mächten die Kontrolle über Eurasien gewinnt, um ihre globale Führungsrolle zu sichern. Weitere Informationen findest du z.B. hier: [Wikipedia: The Grand Chessboard](https://en.wikipedia.org/wiki/The_Grand_Chessboard) [Zusammenfassung auf bpb.de](https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/12794/die-einzige-weltmacht/)