Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Wasserstraße, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Sie ist etwa 39 Kilometer breit und spielt eine entscheidende Rolle im internationalen Handel, insbesondere für den Öltransport. Die Geschichte der Straße von Hormus reicht bis in die Antike zurück. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. war die Region ein bedeutendes Handelszentrum. Die Stadt Hormuz, die an der Straße liegt, entwickelte sich im Mittelalter zu einem wichtigen Handelsplatz, insbesondere während der Sassaniden- und später der islamischen Zeit. Im 16. Jahrhundert erlangte die Straße von Hormus besondere Bedeutung, als die Portugiesen begannen, die Region zu kontrollieren, um den Handel mit Gewürzen und anderen Waren zu dominieren. Später übernahmen die Briten und Perser die Kontrolle über die Straße, was zu verschiedenen Konflikten führte. Im 20. Jahrhundert wurde die Straße von Hormus zum Schauplatz geopolitischer Spannungen, insbesondere während der Ölkrisen der 1970er Jahre und im Kontext des Iran-Irak-Kriegs in den 1980er Jahren. Heute ist die Straße von Hormus ein zentraler Punkt für den globalen Öltransport, da ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Öls durch diese Wasserstraße transportiert wird. Die geopolitische Bedeutung der Straße bleibt hoch, und sie ist oft Gegenstand internationaler Spannungen, insbesondere zwischen Iran und westlichen Ländern.