Die Opening Range von Aktienindizes lässt sich besonders gut handeln, wenn das Marktumfeld eine erhöhte Volatilität und ein klares Momentum erwarten lässt. Typischerweise sind das folgende Situationen: **1. Vor oder nach wichtigen Wirtschaftsnachrichten:** - Direkt vor der Veröffentlichung großer Wirtschaftsdaten (z.B. US-Arbeitsmarktdaten, Inflationszahlen, Zinsentscheidungen der Notenbanken) ist die Unsicherheit oft hoch, das Volumen aber manchmal noch gering. - Direkt nach der Veröffentlichung dieser Daten kommt es häufig zu starken Bewegungen und erhöhter Volatilität, was die Opening Range-Strategie begünstigen kann. **2. An bestimmten Wochentagen:** - Dienstage, Mittwoche und Donnerstage gelten oft als die volatileren Tage, da montags viele Marktteilnehmer noch abwarten und freitags Positionen vor dem Wochenende geschlossen werden. - Besonders mittwochs (z.B. wegen der Veröffentlichung von US-Öllagerbeständen oder FOMC-Protokollen) kann es zu starken Bewegungen kommen. **3. Vor oder nach Feiertagen:** - Am Tag vor einem Feiertag ist das Handelsvolumen oft geringer, was zu weniger klaren Bewegungen führen kann. - Am ersten Handelstag nach einem Feiertag kann es dagegen zu Nachholeffekten und erhöhter Volatilität kommen, was die Opening Range-Strategie attraktiver macht. **4. Zu Beginn von Quartalen oder nach Unternehmensberichten:** - Der Monats- oder Quartalsanfang bringt oft frisches Kapital in den Markt und kann für starke Bewegungen sorgen. - Während der Berichtssaison (Earnings Season) reagieren Indizes oft stark auf die Ergebnisse großer Unternehmen. **Fazit:** Die Opening Range lässt sich besonders gut handeln nach der Veröffentlichung wichtiger Nachrichten, an mittleren Wochentagen (Dienstag bis Donnerstag) und am ersten Handelstag nach Feiertagen. Entscheidend ist immer, dass ausreichend Volumen und Volatilität vorhanden sind, um klare Ausbrüche aus der Opening Range zu ermöglichen.