Der Unterschied zwischen prozessintegrierter Kontrolle und interner Revision liegt in ihren Zielen, Methoden und dem Zeitpunkt ihrer Durchführung. 1. **Prozessintegrierte Kontrolle**: - **Ziel**: Diese Art der Kontrolle zielt darauf ab, Risiken und Fehler während der Durchführung von Prozessen zu identifizieren und zu minimieren. Sie ist darauf ausgelegt, die Effizienz und Effektivität von Prozessen in Echtzeit zu überwachen. - **Methoden**: Prozessintegrierte Kontrollen werden direkt in die Arbeitsabläufe integriert, beispielsweise durch Checklisten, Genehmigungsprozesse oder automatisierte Systeme, die Abweichungen sofort erkennen. - **Zeitpunkt**: Sie erfolgt während des laufenden Prozesses, um sofortige Korrekturen und Anpassungen zu ermöglichen. 2. **Interne Revision**: - **Ziel**: Die interne Revision hat das Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Unternehmensführung zu überprüfen. Sie bewertet die Einhaltung von Vorschriften und internen Richtlinien sowie die Risikomanagementprozesse. - **Methoden**: Die interne Revision nutzt Prüfungen, Interviews, Dokumentenanalysen und andere Evaluationsmethoden, um die Effektivität der internen Kontrollen zu bewerten. - **Zeitpunkt**: Sie erfolgt in der Regel periodisch oder ad hoc, unabhängig von den laufenden Prozessen, und bietet eine umfassende Analyse der gesamten Organisation. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass prozessintegrierte Kontrollen präventiv und operativ sind, während die interne Revision eine nachträgliche, umfassende Bewertung der gesamten Organisation darstellt.