Haben Psychotherapeuten oder Sozialarbeiterinnen öfter psychische Probleme und welche Berufsgruppe ist mehr anerkannt?

Antwort

Es gibt keine belastbaren wissenschaftlichen Belege dafür, dass Psychotherapeuten oder Sozialarbeiterinnen häufiger selbst psychische Probleme haben als Menschen in anderen Berufen. Allerdings wählen manche Menschen, die eigene Erfahrungen mit psychischen Belastungen gemacht haben, bewusst einen Beruf im psychosozialen Bereich, um anderen zu helfen. Das bedeutet aber nicht, dass psychische Probleme in diesen Berufsgruppen generell häufiger vorkommen. Bezüglich der gesellschaftlichen Anerkennung gibt es Unterschiede: Psychotherapeuten (insbesondere approbierte Psychologische Psychotherapeuten und ärztliche Psychotherapeuten) genießen in Deutschland meist ein höheres Ansehen, was sich auch in der Vergütung und im Status widerspiegelt. Sie haben eine längere und spezialisierte Ausbildung und sind Teil der medizinischen Versorgung. Sozialarbeiterinnen leisten ebenfalls sehr wichtige Arbeit, werden aber gesellschaftlich und finanziell oft weniger anerkannt. Das Ansehen kann jedoch je nach Kontext, Region und persönlicher Einstellung variieren. Weitere Informationen zu den Berufen findest du z.B. bei der [Bundespsychotherapeutenkammer](https://www.bptk.de/) und beim [Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit](https://www.dbsh.de/).

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