Inhaltlich passt das am ehesten zu Berufen wie Jobcoach, AVGS-Coach, Integrationscoach oder Arbeitsvermittler – also zur beruflichen Beratung mit klarem Fokus auf Vermittlung in Arbeit. Was dami...
Welche Berufe verschwinden in den nächsten zehn Jahren?
Antwort vom**Verschwinden werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich nicht ganze Berufe auf einen Schlag, sondern vor allem standardisierte Tätigkeiten innerhalb bestimmter Berufe – besonders dort, wo Arbeit wiederholbar, regelbasiert und digital erfassbar ist.** Global erwarten Arbeitgeber bis 2030 zwar deutliche Verschiebungen, aber keinen flächendeckenden „Berufe-Exodus“: Es entstehen netto mehr Jobs, während vor allem Büro-, Kassen- und einfache Verwaltungsrollen schrumpfen. ([weforum.org](https://www.weforum.org/reports/the-future-of-jobs-report-2025/)) ## Am stärksten unter Druck Besonders gefährdet sind Berufe, die im Kern aus Eingeben, Prüfen, Weiterleiten oder Standard-Auskünften bestehen. Dazu zählen laut aktuellen Prognosen vor allem Kassierer, Ticketverkäufer, Datenerfasser, klassische Sachbearbeitung, administrative Assistenz, Lohn- und einfache Buchhaltungsroutinen sowie Druckvorstufe und Teile der einfachen Callcenter-Arbeit. Der Grund ist nicht nur KI, sondern die Kombination aus Self-Service, Automatisierung und Software, die diese Aufgaben schneller und billiger erledigt. ([weforum.org](https://www.weforum.org/stories/2025/01/future-of-jobs-report-2025-the-fastest-growing-and-declining-jobs/)) Ein wichtiger Punkt, den viele Suchergebnisse zu grob darstellen: „Buchhalter“ oder „Sekretärin“ verschwinden nicht komplett. Wegfallen werden vor allem die einfachen, wiederkehrenden Teile des Jobs. Übrig bleiben die Aufgaben, bei denen Urteilsvermögen, Verantwortung, Ausnahmefälle, Kommunikation oder Haftung entscheidend sind. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen „Beruf stirbt aus“ und „Beruf verändert sich radikal“. ([weforum.org](https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2025/in-full/2-jobs-outlook/)) ## Was eher nicht verschwindet Berufe mit viel direktem Menschenkontakt, Verantwortung vor Ort oder unvorhersehbaren Situationen bleiben deutlich stabiler. Pflege, Erziehung, Handwerk, Technik im Außendienst, Logistik mit realer Störungsbewältigung, Sicherheit, Unterricht und viele Gesundheitsberufe lassen sich nicht einfach komplett automatisieren. Gleichzeitig zählen Technologie-, Daten- und KI-Rollen zu den am schnellsten wachsenden Feldern bis 2030. ([weforum.org](https://www.weforum.org/stories/2025/01/future-of-jobs-report-2025-the-fastest-growing-and-declining-jobs/)) Der oft übersehene Punkt: Auch einfache körperliche Arbeit ist nicht automatisch stärker bedroht als Büroarbeit. Einen kaputten Heizkessel in einem Altbau zu diagnostizieren ist für Maschinen oft schwerer als eine Rechnung zu prüfen oder einen Standardvertrag vorzubereiten. Genau deshalb geraten viele klassische White-Collar-Einstiegsjobs gerade stärker unter Druck als manche handwerkliche Tätigkeit. Diese Entwicklung wird durch die zunehmende Leistungsfähigkeit generativer KI zusätzlich verstärkt. ([weforum.org](https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2025/in-full/2-jobs-outlook/)) ## Realistische Liste statt Panikliste Am ehesten stark schrumpfend in den nächsten zehn Jahren: - Kassierer und Ticketschalter - Datenerfassung - einfache Backoffice-Sachbearbeitung - klassische Termin-/Routine-Assistenz - einfache Lohn- und Buchhaltungsroutinen - Druck- und Vorstufenberufe - einfache Telefon- und Supportskripttätigkeiten Wahrscheinlich **nicht komplett weg**, aber deutlich verändert: - Steuerfach- und Buchhaltungsberufe - Rechtsanwalts- und Verwaltungsassistenz - Kundenservice - Übersetzungs- und Content-Routinetätigkeiten - Grafikarbeiten mit hohem Standardisierungsgrad ([weforum.org](https://www.weforum.org/stories/2025/01/future-of-jobs-report-2025-the-fastest-growing-and-declining-jobs/)) ## Was das konkret für dich bedeutet Entscheidend ist nicht die Berufsbezeichnung, sondern der Anteil an Routine im Arbeitsalltag. Wer heute vor allem standardisierte Vorgänge abarbeitet, ist stärker gefährdet als jemand im selben Beruf mit Kundenkontakt, Spezialwissen, Verantwortung oder Problemlösung. Die sicherste Strategie ist deshalb nicht „einen krisenfesten Beruf suchen“, sondern Tätigkeiten aufzubauen, die Maschinen schlecht ersetzen: Entscheidungen treffen, Ausnahmen lösen, mit Menschen arbeiten, Prozesse verbessern und digitale Werkzeuge selbst steuern statt nur von ihnen ersetzt zu werden. Genau dort liegt in den nächsten zehn Jahren der Unterschied zwischen austauschbar und gefragt. ([weforum.org](https://www.weforum.org/reports/the-future-of-jobs-report-2025/))
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