Welche Schritte hat die Nutzwertanalyse?
Antwort vom**Die Nutzwertanalyse läuft in 6 klaren Schritten ab: Ziele festlegen, Kriterien ableiten, Kriterien gewichten, Alternativen bewerten, Punkte verrechnen und das Ergebnis kritisch prüfen.** ## Die Schritte im Überblick **1. Ziel der Entscheidung festlegen** Zuerst definierst du, was überhaupt entschieden werden soll. Ohne ein klares Ziel wird die Bewertung beliebig. **2. Bewertungskriterien bestimmen** Dann legst du fest, nach welchen Kriterien die Alternativen beurteilt werden. Beispiel: Preis, Qualität, Lieferzeit, Bedienbarkeit, Risiko. **3. Kriterien gewichten** Nicht jedes Kriterium ist gleich wichtig. Deshalb vergibst du Gewichte, zum Beispiel in Prozent oder Punkten. Die Gewichtung ist der entscheidende Teil, weil sie das Ergebnis stark beeinflusst. **4. Alternativen auf einer Skala bewerten** Jetzt bewertest du jede Option je Kriterium, etwa auf einer Skala von 1 bis 5 oder 1 bis 10. Wichtig: Die Skala muss für alle Alternativen gleich angewendet werden. **5. Nutzwerte berechnen** Die Bewertung wird mit dem jeweiligen Gewicht multipliziert. Danach addierst du alle Teilwerte pro Alternative. Die Alternative mit dem höchsten Gesamtwert schneidet rechnerisch am besten ab. **6. Ergebnis prüfen und plausibilisieren** Am Ende solltest du das Resultat nicht blind übernehmen. Prüfe, ob kleine Änderungen bei der Gewichtung das Ergebnis stark verändern. Genau das ist der häufigste Fehler: Die Rechnung wirkt objektiv, obwohl sie stark von subjektiven Annahmen abhängt. ## Wichtiger Unterschied Die Nutzwertanalyse ist **keine rein objektive Methode**, sondern eine **strukturierte Entscheidungshilfe**. Ihr Vorteil ist nicht absolute Wahrheit, sondern dass du Entscheidungen nachvollziehbar und vergleichbar machst. ## Kurzformel **Ziel → Kriterien → Gewichtung → Bewertung → Berechnung → Plausibilitätsprüfung**