Was verdient ein Büroangestellter in der Zeitarbeit pro Monat?
Antwort vom**Ein „Büro-Sesselfurzer“ in der Zeitarbeit verdient in Deutschland meist grob etwa 2.300 bis 3.200 Euro brutto im Monat; einfache Bürotätigkeiten liegen oft eher unten, qualifizierte Sachbearbeitung eher darüber.** ([dgb.de](https://www.dgb.de/politik/wirtschaft-und-transformation/mindestlohn-und-tarifpolitik/tarifvertraege-leiharbeit/)) ## Was in der Zeitarbeit realistisch ist In der Arbeitnehmerüberlassung hängt das Monatsgehalt im Büro fast immer an der **Entgeltgruppe** und damit am tatsächlichen Aufgabenprofil, nicht an der Bezeichnung „Büro“. Die aktuellen Zeitarbeits-Tarife laufen über GVP/DGB; dort steigen die Stundenentgelte je nach Entgeltgruppe deutlich an. Für 2026 liegt schon die unterste Gruppe EG1 bei knapp 15 Euro pro Stunde, höhere Gruppen entsprechend darüber. ([dgb.de](https://www.dgb.de/politik/wirtschaft-und-transformation/mindestlohn-und-tarifpolitik/tarifrunde-leiharbeit/)) Umgerechnet auf Vollzeit heißt das grob: - **einfache Bürohilfs- oder Datenerfassungstätigkeiten:** ca. **2.400–2.600 € brutto** - **klassische kaufmännische Assistenz / Sachbearbeitung:** ca. **2.700–3.100 € brutto** - **anspruchsvollere kaufmännische Aufgaben mit Erfahrung:** ca. **3.100–3.400 € brutto** Das ist eine praxisnahe Spanne aus Tarifniveau plus typischen Bürogehältern im Markt. ([dgb.de](https://www.dgb.de/politik/wirtschaft-und-transformation/mindestlohn-und-tarifpolitik/tarifvertraege-leiharbeit/)) ## Der wichtige Unterschied Der größte Denkfehler ist: **Zeitarbeit heißt nicht automatisch Mindestlohn.** Im Büro liegt Zeitarbeit oft **über dem gesetzlichen Mindestlohn**, aber häufig **unter dem, was Stammkräfte im Einsatzbetrieb bekommen** – jedenfalls solange noch kein Equal Pay oder Branchenzuschlag greift. Genau deshalb ist die konkrete Eingruppierung wichtiger als das Wort „Zeitarbeit“. ([dgb.de](https://www.dgb.de/politik/wirtschaft-und-transformation/mindestlohn-und-tarifpolitik/tarifvertraege-leiharbeit/)) ## Was netto ungefähr übrig bleibt Als grobe Hausnummer bleiben bei Vollzeit aus **2.500–3.000 € brutto** oft ungefähr **1.750–2.100 € netto** übrig, je nach Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer und Kindern. Das ist nur eine Näherung, aber für „was kommt monatlich raus?“ deutlich näher an der Realität als reine Bruttozahlen. ## Woran du erkennst, ob du unter Wert verkauft wirst Wenn du in der Zeitarbeit im Büro **unter etwa 2.300 € brutto Vollzeit** landest, ist das für 2026 meist ein Zeichen für **sehr einfache Tätigkeit, Teilzeit-Effekt oder schlechte Eingruppierung**. Für normale kaufmännische Sachbearbeitung ist eher die Zone **ab rund 2.700 € brutto** plausibel. ([dgb.de](https://www.dgb.de/politik/wirtschaft-und-transformation/mindestlohn-und-tarifpolitik/tarifrunde-leiharbeit/)) Ein praktischer Vergleich: Eine ungelernte Datenerfassung und eine eigenständige Sachbearbeitung mit Kundenkontakt werden von Verleihern gern beide als „Bürojob“ verkauft. Bezahlt werden sie tariflich aber nicht gleich – und genau da entscheidet sich schnell ein Unterschied von mehreren hundert Euro im Monat.