Wie bewältigt man den Arbeitsalltag mit einem Vorgesetzten mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung, der nichts akzeptiert?

Antwort

Der Umgang mit einem Vorgesetzten, der Anzeichen einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung (oft auch als anankastische Persönlichkeitsstörung bezeichnet) zeigt, kann sehr herausfordernd sein. Typische Merkmale sind Perfektionismus, übermäßige Kontrolle, Detailversessenheit und das Gefühl, dass nichts jemals gut genug ist. Hier einige Strategien, um den Arbeitsalltag besser zu bewältigen: 1. **Klare Kommunikation:** Versuche, Aufgaben und Erwartungen so genau wie möglich zu klären. Frage gezielt nach, was genau gewünscht wird, und fasse die Anforderungen schriftlich zusammen. 2. **Dokumentation:** Halte deine Arbeitsschritte, Absprachen und Ergebnisse schriftlich fest. Das hilft, Missverständnisse zu vermeiden und gibt dir Sicherheit bei Rückfragen. 3. **Perfektionismus akzeptieren:** Erkenne an, dass dein Vorgesetzter vermutlich immer etwas zu kritisieren haben wird. Versuche, konstruktive Kritik anzunehmen, aber grenze dich innerlich ab, wenn die Kritik übertrieben oder nicht sachlich ist. 4. **Eigene Ansprüche anpassen:** Setze dir realistische Ziele und akzeptiere, dass du es nicht immer „perfekt“ machen kannst – und auch nicht musst. 5. **Grenzen setzen:** Wenn möglich, kommuniziere freundlich, aber bestimmt, wenn Anforderungen unrealistisch oder zu belastend werden. 6. **Selbstfürsorge:** Achte auf deine psychische Gesundheit. Suche Ausgleich außerhalb der Arbeit, sprich mit Kollegen oder Freunden über belastende Situationen. 7. **Unterstützung suchen:** Wenn die Situation sehr belastend ist, kann es helfen, das Gespräch mit der Personalabteilung, dem Betriebsrat oder einer Vertrauensperson zu suchen. 8. **Langfristige Perspektive:** Überlege, ob die Situation für dich auf Dauer tragbar ist. Manchmal ist ein Wechsel des Teams oder Arbeitgebers die beste Lösung. Weitere Informationen zu zwanghaften Persönlichkeitsstörungen findest du z.B. bei [Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)](https://www.dgppn.de/). Wichtig: Eine Diagnose kann nur ein Facharzt stellen. Die Tipps helfen unabhängig davon, ob eine offizielle Diagnose vorliegt oder nicht.

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